Viele Besucher und gute Gespräche bei der Franklin Factory

Allgemein
7. Februar 2014

Viele Besucher und gute Gespräche bei der Franklin Factory

»Wir wollen die Benjamin-Franklin-Village kennenlernen, sie erkunden und Ideen entwickeln, was wir darauf alles gestalten können« – so erklärte Moderatorin Rosa Omenaca Prado das Ziel der »Franklin-Factory«. »Diese Factory ist keine Fabrik sondern ein aktiver Denkprozess, an dem sich alle beteiligen können. Es ist eine Art Denkwerkstatt und eine neue Art der Mitbestimmung«, präzisierte Dr. Konrad Hummel, Konversionsbeauftragter und Geschäftsführer der MWS Projektentwicklungsgesellschaft.

Neben den offenen Abenden auf dem Kasernengelände werde außerdem eine Franklin Factory Zeitung an zentralen Stellen im Stadtgebiet ausgelegt und es wird Workshops und Planungswerkstätten mit Experten geben. Immerhin handelt es sich bei dem rund 150 Hektar großen Gelände zwischen Vogelstang und Käfertal zusammen mit den angrenzenden Sullivan- und Funari Barracks bei bestehenden 2000 Wohneinheiten für 8000 Bewohner um die zentrale wohnungspolitische Aufgabe im gesamten Konversionsprozess.

Zum Auftakt gab es, neben entspannter Jazzmusik von Michelle Bradshaw, zunächst einmal den Ausflug in die Geschichte. Professor Christian Führer erzählte sie mit Hilfe von Fotos der Gebäude, und schilderte die Entwicklung anhand der Menschen, die hier seit 55 Jahren gelebt, geliebt und auch gearbeitet haben. Andere haben hier sogar ihr gesamtes Arbeitsleben verbracht, berichtete Führer und nannte als Beispiel die Lehrer der Grundschule, die 20, 30, ja manchmal sogar 40 Jahre das Leben in der Benjamin Franklin Village mitgestaltet haben. »Es waren wichtige Bezugspersonen für die Soldatenfamilien, die oft nur zwei oder drei Jahre in Mannheim stationiert waren.«

Ein guter Einstieg, befand Rosa Omenaca Prado, „denn nur wer die Geschichte kennt, kann auch die Zukunft gestalten.“ »Wir wollen auf der Geschichte des Geländes aufbauen«, ergänzte Dr. Konrad Hummel. Das Interesse war auf alle Fälle groß. Knapp 300 Menschen waren zur Auftaktveranstaltung gekommen – angemeldet hatte sich gut ein Drittel. Sie alle wollten wissen, wie es auf der Konversionsfläche weitergeht. Konrad Hummel bat dabei um Geduld: »Es sind vorher noch viele Fragen zu klären und das Gelände gehört uns ja noch nicht einmal.«

Schon am Mittwoch, 19. Februar, sind alle Interessierten zum nächsten offenen Abend der »Franklin Factory« eingeladen. Dann wird sich alles um »Lernen auf Franklin« drehen und die drei Schulgebäude auf dem Gelände werden näher beleuchtet, am 2. April steht der Bestand der Wohngebäude im Mittelpunkt. Los geht es wieder um 19 Uhr und der Eingang erfolgt über die Grundschule in der Wasserwerkstraße.

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