Wie viel Wagnis verträgt Architektur?

Gestern besuchte ich eine Veranstaltung über Architektur im benachbarten Heidelberg. Das Thema und der Ort der Veranstaltung hätten nicht widersprüchlicher sein können: „Zukunft, wie viel Wagnis verträgt Architektur?“ lautete die zentrale Frage der Diskussionsrunde, zu der die Architektenkammergruppe Heidelberg in das Heidelberger Schloss eingeladen hatte.

Zu Gast im Königssaal des Heidelberger Wahrzeichens war Natalie de Vries, Partnerin des – so die Veranstalter – „derzeit wohl erfolgreichsten niederländischen Architekturbüros“ MVRDV. Schon mal gehört? Richtig, das ist das Rotterdamer Büro von Winy Maas, der uns bei der Entwicklung von FRANKLIN in Mannheim tatkräftig unterstützt.

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Wir wollen ja auch immer einen Blick über den FRANKLIN-Tellerrand werfen, und es war eine interessante Veranstaltung in einem schönen Ambiente: Fast 400 Leute hatten sich im Königssaal eingefunden und lauschten Natalie de Vries, die Bilder mutiger Architektur aus der ganzen Welt zeigte und darüber berichtete. Auch FRANKLIN erwähnte sie dabei, und zeigte Entwürfe für die Quartiersmitte.

Und natürlich stellte sie auch die Rotterdamer Markthalle vor, das aktuelle MVRDV-Prestigeprojekt. Anschließend folgte eine Podiumsdiskussion, an der auch Zukunftsforscher Gereon Uerz und Michael Braum, Geschäftsführer der IBA Heidelberg, teilnahmen. Sie waren sich einig, dass moderne Architektur auf die veränderten Lebens- und Arbeitssituationen der Menschen eingehen muss. Und auch Heidelberg könnte außerhalb seines historischen Stadtkerns etwas moderne Architektur vertragen.

Dort gibt es ja genau wie in Mannheim mehrere Konversionsflächen. Nathalie de Vries hat mit Ihren Bildern auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt.

Hier ist der Link zu einem Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung über die Veranstaltung.