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4. Juli 2017

Foto: Arthur Bauer

Internationales Longboard Open

Was im letzten Jahr erstmalig stattfand, wurde am 1. und 2. Juli 2017 fortgeführt: Die Longboard Open Mannheim. Die Veranstaltung gehört zur Urban Adventure Reihe der städtischen Entwicklungsgesellschaft MWSP. Die Urban Adventure Veranstaltungen finden eigentlich immer auf dem FRANKLIN Field statt, aber auf Grund der schlechten Wetterprognose, wurde das Longboard Open unter die Panzerhalle auf FRANKLIN verlegt.

Viele bekannte Gesichter waren zu sehen, die bereits im vergangenen Jahr zu Wettbewerben in den unterschiedlichsten Disziplinen wie zum Beispiel Dance/Freestyle oder Best Trick Contest antraten. Aber auch Neulinge, die über soziale Netzwerke oder befreundete Skater von der außergewöhnlichen Veranstaltung an dem besonderen Ort FRANKLIN erfuhren. Das Teilnehmerfeld war nochmal internationaler als bei der ersten Veranstaltung. Fast 70 Skater kamen, nicht nur aus Deutschland, auch aus Polen, Bulgarien, Frankreich, Spanien, Luxemburg. Holland, Belgien, England und Russland. Die weiteste Reise trat ein junger Sportler aus Süd-Korea an.

Was in diesem Jahr anders war: Die Veranstaltung wurde zweitägig durchgeführt. „Wer will, muss FRANKLIN an den zwei Tagen gar nicht verlassen“, berichtete Joseph Koff-Gue, einer der Mitorganisatoren und Begründer der Mannheimer Longboard Open. „Und wer am Samstagabend noch fit genug ist, kann auf die Party im Boulderhouse kommen.“ Seinem Zwillingsbruder Philippe ist es wichtig, die herzliche Atmosphäre zu betonen, die an dem Wochenende spürbar ist: „Es sind zwar ernste Wettbewerbe, aber trotzdem gibt es kein Konkurrenzdenken. Es ist vielmehr wie ein großes Familientreffen. Im Vordergrund steht ganz klar, Menschen aus der ganzen Welt zusammenzubringen und sich über seinen Sport auszutauschen.“ Die beiden Brüder und das gesamte Orga-Team der Southsidecrew – so nennt sich ihre Gruppe – haben in diesem Jahr auch das Angebot drumherum erweitert. Besonders stolz sind die beiden auf die mobile Pumptrack mit Welle, die sie organisiert haben und in der die Skater ihre immer ausgefeilteren Tricks präsentieren können.

Für die MWSP, die die ehemalige US-Kaserne derzeit entwickelt, gab es im Vorfeld ebenfalls einiges zu tun. Denn eine Großbaustelle wie diese stellt andere Anforderungen an die Vorbereitungen. Virginia Ackermann, zuständig für Urban Adventure Reihe bei der MWSP, berichtete: „Die kurzfristige Entscheidung, die Panzerhalle zu nutzen, hat einen echten Kraftakt nach sich gezogen. Wir mussten sie erst leer räumen und Strom organisieren.“ Mit Blick auf die zufriedenen Besucher und Teilnehmer ergänzte sie erleichtert: „Das hat sich aber gelohnt!“ und verweist auf die Dinge, die auf FRANKLIN noch erlebt werden dürfen. „Wir bleiben unserer Linie treu, Dinge nach Mannheim zu bringen, die es sonst nicht gibt.“

Man darf also weiterhin gespannt sein, was sich auf FRANKLIN tut. Tatsache ist, dass es ein besonderer Ort war, ist und bleiben wird. Und sich zu einem Stadtteil entwickelt, der Mannheim ein neues Profil verleiht.