Planungsprozess

Franklin

Intensive Planung mit vielen Beteiligten

Aufgrund der Dimension von FRANKLIN und der Bedeutung für die Mannheimer Stadtgesellschaft und den Wohnungsstandort ist der Planungsprozess sehr differenziert und vielschichtig.

2016: Bebauungsplan Offizierssiedlung
Im Juni wurde der Bebauungsplan für die Offizierssiedlung vom Gemeinderat der Stadt Mannheim als Satzung beschlossen.
Ziel der Planung für die Offizierssiedlung ist es die bestehenden Wohngebäude zu erhalten, um so den Gebietscharakter der ehemaligen Siedlung zu bewahren. Es ist eine moderate Neubebauung in Form von zweigeschossigen Doppelhäusern bzw. Reihenhauszeilen sowie freistehende Einfamilienhäuser vorgesehen. Insgesamt entstehen in der Offizierssiedlung 275 Wohneinheiten, davon ca. 59 Bestand. Die Wasserwerkstraße wird aufgewertet und beidseitig neue Gehweg angelegt und neue Stellplätze für die bestehenden und neuen Gebäude sowie öffentliche Stellplätze errichtet. Dabei werden die vorhandenen Grünstrukturen berücksichtigt. Im neuen Wohnquartier werden Spielplätze entstehen und die Offizierssiedlung wird stärker als bisher an den ÖPNV angebunden. Damit ist die Offizierssiedlung ein wichtiger Bestandteil der Wohnbebauung von FRANKLIN und bietet für Familien ein finanziell und baulich attraktives Angebot.
Die MWSP begleitete das Bebauungsplanverfahren und die erforderlichen Fachgutachten und übernimmt die Herstellung der erforderlichen Erschließungsanlagen, ausgenommen des öffentlichen Abwasserkanals. Die ersten vorbereitenden Maßnahmen wurden bereits durchgeführt. Im nächsten Schritt werden die Versorgungsleitungen entlang der Wasserwerkstraße verlegt sowie innerhalb der Offizierssiedlung mit den Erschließungsarbeiten begonnen. Gemeinsam mit dem Investor wurde ein Gestaltungshandbuch für die Bebauung entwickelt. Die Stellungnahmen der Öffentlichkeit wurden geprüft und dem Gemeinderat vorgelegt.

2016: Freiraumplanung (VOF-Verfahren)

2016: Funari: Investorenauswahlverfahren

Im März wurde innerhalb eines Investorenauswahlverfahrens der Investor Traumhaus für die neue Wohnbebebauung auf zwei Baufeldern auf den ehemaligen der Funari Barracks (ca. 27.000 m²) ausgewählt. Der bunte Entwurf des Architekturbüro MVRDV entspricht den Vorstellungen, für eine breite Zielgruppe auf schnelle, einfache und modulare Weise preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Für die unterschiedlichsten Bewohner könnte die Erwerbung von Eigentum auf Funari Realität werden, und das in einer autofreien und durch vielfältige Freiräume gestalteten Umgebung. Insgesamt zeugt die Arbeit von dem starken Willen, Einfamilienhausgebieten durch eine deutlich stärkere Durchmischung, eine gestaltende, aber regulierende Hand und eine hohe Individualität ein kräftiges und atmosphärisches Bild zu geben.
Vier Investoren mit externen Architekturbüros nahmen am kooperativen Investorenauswahlverfahren zum Teilgebiet Funari teil. Der Zweite Preis ging an WS Systembau GmbH, welche mit der Arge MOTORLAB ARCHITEKTEN BDA motorplan Architektur und Stadtplanung einen Entwurf eingereicht hatten. Die weiteren Teilnehmer waren die Bietergemeinschaft Deutsche Wohnwerte / HPI Heberger Projektentwicklung & Immobilien, welche mit schneider+schumacher Architekten einen Entwurf einreichten und Head Corporate Advisor gemeinsam mit CASE consult Ltd..

2016: Bebauungsplan: Teilbebauungsplan FRANKLIN-Mitte
Im Januar 2016 wurde im Ausschuss für Umwelt und Technik der Stadt Mannheim der Bebauungsplan für FRANKLIN-Mitte im Entwurf beschlossen. Gemäß dem Aufstellungsbeschluss von 2014 wurde damit der mittlere Teilbereich des ehemaligen Benjamin Franklin Village mit dem Entwurf des Bebauungsplans unter dem Namen »FRANKLIN-Mitte« für die weitere Entwicklung des Quartiers freigegeben. Das 68 Hektar große Areal FRANKLIN-Mitte wird durch die ehemalige Offizierssiedlung sowie die Splittersiedlung »Beim Teufelsberg« im Norden, die Wasserwerkstraße im Westen, die Sullivan Barracks im Osten sowie die Birkenauer Straße im Süden begrenzt.

2015: Bebauungsplan: Teilbebauungsplan Offizierssiedlung
Im Dezember 2015 wurde im Ausschuss für Umwelt und Technik der Bebauungsplan für die Offizierssiedlung im Entwurf beschlossen. Das 13 Hektar große Gebiet ist im Norden und Westen zum größten Teil von Ackerflächen umgeben. Im Osten bildet die Wasserwerkstraße die Grenze, an der östlich angrenzend die Siedlung »Beim Teufelsberg« sowie die weiteren Teilbereiche von FRANKLIN liegen.

2015: Sullivan: Städtebaulicher Wettbewerb und Investorenauswahlverfahren
Um ein städtebauliches Gesamtbild Sullivans zu gestalten und um Bieter- und Planungsvielfalt zu gewährleisten, sind für die Baufelder zwei parallel verlaufende Wettbewerbsverfahren durchgeführt worden. Wichtige Kriterien, die bei der Planung einzubeziehen und zu beachten waren, sind die besondere Lage zwischen Käfertaler Wald und dem zukünftig entstehenden Sullivan-Park als Übergang nach FRANKLIN-Mitte sowie der einzigartige Charakter des Areals, geprägt durch alte Kiefernbestände. Die Zielgröße des Gebiets liegt bei ca. 1.500 Einwohnern, was eine deutlich geringere Dichte bei der Planung erfordert als das Teilgebiet FRANKLIN-Mitte. Ziel dabei war es, ein Leitbild für die weitere Entwicklung des Areals zu erzeugen sowie möglichst vielfältige Konzepte für die Nachnutzung zu Wohnzwecken zu finden.
Vier der Baufelder wurden in diesem Rahmen durch einen städtebaulichen Wettbewerb mit fünf geladenen Architekturbüros überplant. Für die restlichen drei Baufelder haben regionale Investoren zusammen mit ihren Architekten Wettbewerbsbeiträge eingereicht.

2014: FRANKLIN-Mitte: Qualitätsteam
Von 2014 bis 2016 verfolgt ein Qualitätsteam das Ziel, die architektonischen und städtebaulichen Qualitäten auf FRANKLIN-Mitte zu sichern und wie ein Gestaltungsbeirat aufzubereiten. Die Architekten Winy Maas (MVRDV), Kerstin Schultz (liquid architekten), der Stadtplaner Carsten Maerz (Machleidt), der Landschaftsarchitekt Bernhard Schwarz (Sinai) bilden mit Klaus Elliger (Fachbereich Stadtplanung) als Vertreter der Stadt, Alexander Kuhn (MVV regioplan), Andreas Ebert (Fachbereich Soziales) und Achim Judt als Prokurist der MWSP das Qualitätsteam. In regelmäßigen Abständen kommt das Qualitätsteam zusammen und berät über die Gesamtplanung von FRANKLIN sowie die Planungen der Investoren.

2014: FRANKLIN-Mitte: FRANKLIN-Zertifikat
Mit dem FRANKLIN-Zertifikat stellt die MWSP/Stadt Mannheim transparent und nachvollziehbar die Qualitätskriterien für FRANKLIN dar. Investoren können ihr Vorhaben in den entstehenden Nutzungs- und Angebotsmix optimal einordnen. Damit kann ein Gleichgewicht von Ökonomie und Architektur hergestellt werden. Die MWSP arbeitet mit dem Zertifikat in den Verhandlungen um den Erwerb der Grundstücke und bildet die bis dahin abgestimmten Qualitäten (z.B. sozialer Nutzungsmix, Freiraumqualitäten, städtebauliche Dichte, blue_village) ab. Mit fortschreitender Entwicklung wird die Erfüllung der Zielmarge entsprechend dem Umsetzungsstand sukzessive fortgeschrieben und mit weiteren Interessenten abgeglichen.

2014: Offizierssiedlung: Investorenauswahlverfahren
Unter Beibehaltung der besonderen US-Atmosphäre und des prägenden Baumbestands soll ein städtebaulich und architektonisch attraktives Wohnquartier entstehen. Im Rahmen eines Investorenauswahlverfahrens wurde im Oktober 2014 der Investor Ihr Haus Sahle bestimmt. Der Investor musste ein schlüssiges städtebauliches und architektonisches Gesamtkonzept, in welchem er mit Bestand als auch Neubau ungefähr im Verhältnis 50 : 50 umgeht, und eine entsprechende Kalkulation vorlegen.

2014: Columbus-Quartier: Städtebaulicher Wettbewerb
In einem städtebaulichen Wettbewerb für das 35 Hektar große Gebiet entlang der B 38 haben sich das Planungsbüro KH_studio Ilaria Novielli und Alessandro delli Ponti (Paris) mit Ferdinand Schmelzer und dem Atelier EEM in einem hochrangig besetzten Teilnehmerfeld von zwölf Büros mit ihrem Entwurf für das gewerblich geprägte Areal durchgesetzt.

2014: Bebauungsplan: Aufstellungsbeschluss
Der Bebauungsplan (kurz B-Plan) ist das wichtigste Instrument einer Gemeinde, um ihre städtebauliche Entwicklung rechtsverbindlich zu regeln und damit ihrer Planungshoheit gerecht zu werden. Darin werden bauliche und funktionale Rahmenbedingungen für ein Gebiet festgeschrieben, z.B. wie hoch gebaut werden darf oder wie das Verhältnis von Grünflächen und Gebäuden auf Grundstücken sein muss. Das Aufstellen eines Bebauungsplans ist ein langwieriger Prozess, daher gliedert sich das Verfahren in mehrere Teilschritte.
Das Verfahren erstreckt sich meist über 18 Monate oder länger. Erst mit Abschluss des Verfahrens und dem sogenannten Baurecht kann mit dem Bau begonnen werden. Für FRANKLIN wurde im Ausschuss für Umwelt und Technik der Stadt Mannheim am 08. April 2014 der Aufstellungsbeschluss über die gesamte Fläche gefasst. Bauabschnittsweise werden in den nächsten Jahren Teilbebauungspläne erarbeitet.
Sanierungsgebiet: Das Areal ist als Sanierungsgebiet beschlossen. Das Land fördert die Entwicklung der Infrastruktur mit einer ersten Tranche von 4,2 Millionen Euro.

2014: FRANKLIN-Mitte: Beginn der Planungen
Nachdem die Teilquartiere für FRANKLIN festgelegt wurden, begann die Ansprache von Investoren. Bei FRANKLIN-Mitte entschied man sich für eine direkte Ansprache und gegen ein konkurrierendes Verfahren. Gemeinsam wird an einem schlüssigen städtebaulichen Gesamtkonzept gearbeitet.

2014: Städtebaulicher Rahmenplan
Das Büro Tegnestuen Vandkunsten (Kopenhagen) überarbeitete sein Modell zum Rahmenplan Benjamin Franklin Village. Dieser dient als Grundlage für die Flächennutzungsplanung und Bebauungsplanung. Der Rahmenplan Benjamin Franklin Village wurde im Mai 2014 durch den Gemeinderat beschlossen.

2013: »Iterativer« Planungsprozess
Durch den städtischen Fachbereich Stadtplanung wurde ein erster iterativer Planungsprozess durchgeführt, welcher verschiedene Planungsthemen betrachtete und in Zusammenhang setzte. Inhaltlich vertreten wurde das Themenfeld »Urbane Prozesse« durch das Büro yellowZ aus Berlin und der Schweiz, der Bereich »Städtebau/Architektur« durch die Büros Tegnestuen Vandkunsten aus Dänemark und MVRDV aus den Niederlanden sowie das Thema »Grün/Freiraum« durch das Büro Atelier Loidl aus Berlin. Das durch den Expertenbeirat des iterativen Planungsprozesses für die Weiterbearbeitung empfohlene Siedlungsmodell des dänischen Büros Tegnestuen Vandkunsten dient als Orientierungsrahmen für die weiterführenden Untersuchungen.

2011: Sammlung von 1.000 Ideen
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wurden Ideen und Anregungen aus der Bürgerschaft aufgenommen und an die Verwaltung weitergegeben. Sie waren die Grundlage für die weitere Planung für die Fläche. Schwerpunkt: bunt und international.

Allgemeine Untersuchungen/Aufträge

Natur- und Artenschutz
Flora und Fauna werden untersucht und Biotope lokalisiert.

Altlasten und Schadstoffuntersuchung
Es finden Untersuchungen zu schädlichen Rückständen in den Gebäuden und im Boden statt.

Machbarkeitsstudie für die Sports Arena
Die Bausubstanz der Sports Arena wurde untersucht, um eine zukünftige Nutzung zu bestimmen. Sie entspricht nicht mehr den Leistungssportnormen.

Grün- und Freiraumplanung
Bis Ende 2015 entsteht in Zusammenarbeit mit dem Büro sinai ein Rahmenplan zu den Grün- und Freizeitflächen. Sport wird ein wesentliches Thema von FRANKLIN sein.