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20. Oktober 2017

Foto: Maria Schumann

3. Interkulturelles Frühstück

Das dritte interkulturelle Frühstück in der Turnhalle der ehemaligen Elementary School auf FRANKLIN war erneut Magnet für eine breite Beteiligung: Rund 300 Besucher konnten bei sonnigstem Wetter eine kulinarische Reise durch 16 Nationen genießen.

„Internationale Kultur braucht Beteiligung.“ Dieses klare Statement setzte Organisatorin Fouzia Hammoud auf die Frage, was ihr Engagement für die interkulturelle Entwicklung in Mannheim antreibt. Mit viel Herzblut realisierte sie zum dritten Mal im Auftrag der MWSP eine außergewöhnliche Veranstaltung, die die Vielfalt der Kulturen in Mannheim einzigartig demonstriert. Tisch an Tisch reihten sich 16 Länder mit ihren Spezialitäten aneinander: Frauen aus dem Iran, Russland, Ungarn, Serbien, Marokko, Tunesien, dem Irak, Kurdistan, Syrien, der Türkei, Palästina, dem Libanon, Eritrea, Nigeria, Gambia und Deutschland setzten mit ihren Köstlichkeiten ein deutliches Zeichen für ein friedliches, freundschaftliches und respektvolles Miteinander. Aber nicht nur kulinarisch konnten die Besucher eine große Vielfalt erleben. Auch das Bühnenprogramm mit arabischer Musik, marokkanischer Folklore, afrikanischem Trommelwirbel, einem Zauberer und einer Modenschau begeisterte Jung und Alt gleichermaßen.

Für Achim Judt, Geschäftsführer der MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, ist FRANKLIN genau der richtige Ort für ein Event dieser Art. „Bei der Entwicklung dieser Konversionsfläche ist es uns wichtig, die ehemalige Grundschule als gesellschaftlichen und kulturellen Raum weiterhin zu nutzen“ sagte er im Rahmen seiner Eröffnungsrede und verwies auf die nächste interkulturelle Veranstaltung: Am 25. Oktober wird es ein Podiumsgespräch zum Thema „moderne Ökumene“ geben – der zweite Themenabend im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stadtentwicklungsimpulse“, bei dem sich lokale Akteure aktiv in Gespräche zur Zukunft unserer Stadt einbringen können. Mit diesem Ausblick leitete Judt zum neu gegründeten Verein „IKHM – interkulturelles Haus Mannheim“ über. Erster Vorsitzender Mohammad Mohamadieh möchte mit dem Dachverein verschiedene Vereine mit Migrationshintergrund unterstützen und die Vielfalt in Mannheim nachhaltig fördern. Im November wird er mit seinem Verein die Räumlichkeiten in der Grundschule beziehen und damit genau den Standort bekommen, der seit jeher für Internationalität steht.

Insgesamt kann von einer sehr gelungenen Veranstaltung gesprochen werden, die von einer ganz besonderen Atmosphäre lebte. Frau Hammoud ist mit dem Ergebnis nach ihrer langen und intensiven Vorbereitungszeit sehr zufrieden. Durchatmen gibt es für die rührige Marokkanerin allerdings nicht – zu groß ist seit Jahren ihr vielfältiges soziales Engagement, das ein klares Ziel hat: die verschiedenen Kulturen in Mannheim dauerhaft sichtbar zu machen. Mit Menschen wie ihr wird sich FRANKLIN tatsächlich zu dem entwickeln, was es einmal werden soll: ein buntes, lebhaftes und gemeinschaftliches Stadtquartier.